Die Briten sind ja bekanntlich ein lustiges Völkchen mit überaus skurillen Ideen und Wissenschaften. Nicht umsonst kommen Mr. Bean, Monty Python und Benny Hill alle von der Insel. Im Bereich der Wissenschaften wissen uns die Briten mit z.B. Brainiac und dem berühmten Guinness-Buch der Rekorde zu überzeugen.
Guinness ist eine Brauerei, eine Brauerei macht Bier und damit wäre ich schon beim Thema. Forscher der Universität Manchester hatten offensichtlich ein Problem. Sie fanden raus, dass einer Umfrage zufolge 68% der Leute es “am Tag danach” bedauerten ihre Telefonnummer einer Person zugesteckt zu haben, die sie nun nicht mehr attraktiv finden. Und weil das offenbar echt ein Problem im Großen Britanien zu sein scheint, haben die eine Formel entwickelt um das sogenannte Schön-Saufen von Personen zu berechnen. Dabei haben sie schnell festgestellt, dass nicht nur der Alkoholpegel der trinkenden Person eine Rolle spielt, sondern auch zahlreiche Umweltfaktoren wie z.B. die Dichte des Zigarettenqualms im Raum, die Entfernung zum Schön zu saufenden Objekt, die Beleuchtung im Pub und die Sehstärke des Trinkenden.
Heraus gekommen ist diese Formel:
- An = Getrunkene Alkoholeinheiten
- S = Verqualmung des Raums (Skala 0-10; 0 ist kein Rauch; 10 ist Rauchus Maximus)
- L = Beleuchtung der Schön zu saufenden Person (gemessen in Candela; 1 Dunkelheit; 150 normale Raumbeleuchtung)
- Vo = Sehschärfe (6/6 normal; 6/12 Minimum für’s Autofahren ohne Brille)
- δ = Abstand zur Schön zu saufenden Person (in Meter)
Ein Beispiel: Eine Person mit 100% Sehstärke die 5 Pints Bier (etwa 14 Kölsch) getrunken hat und in 1,5 Metern in einem schwach beleuchteten und ziemlich verqualten Raum ein Objekt der Begierde betrachtet, erreicht 55 Punkte.
Was heißt das nun? Unter einem Punkt tritt der Schön-Sauf-Effekt nicht auf. Zwischen einem und fünfzig Punkten erscheint eine normalerweise nicht allzu attraktive Person weniger abstoßend, zwischen einundfünfzig und hundert Punkten erscheint sie einem gar attraktiv. Bei über hundert Punkten erscheint selbst die ekelhafteste Bratze als Supermodel und Mann würde sofort mit ihr in die Kiste springen - wenn er dann noch könnte! 
Was nützt uns nun die Erkenntnis dieser Formel? Ganz klar! Bevor man anfängt zu saufen trinken, muss man erstmal die Licht- und Qualmverhältnisse und die Attraktivität der umgebenden Wurmverstecke kontrollieren. Nun stellt man die Formel nach An um und weiß wieviel man saufen darf um nicht am nächsten Morgen unangenehm überrascht zu werden. 
P.S.: Hiervon gehört habe ich übrigens bei Galileo und die Formel habe ich bei BBC gefunden.