Wie angedroht folgt nun der Bericht zum Samstag Abend: Wie man im Konzertkalender nachlesen kann, hatte ich mir für diesen Samstag, zwecks weiterem Konzertbesuch, ja eh den Magnet Club als mögliche Möglichkeit zur möglichen Abendgestaltung gewählt. Da ich endlich Mal jemand korrektes mit dem ich mich zudem auch richtig gut verstehe im Haus hab, war’s eigentlich keine Frage ob ich diesmal wieder alleine auf Tour gehe oder nicht.
Wir haben uns am Abend also in unsere Partyhosen geschmissen und sind um Punkt 22:30 Uhr an besagtem Club aufgeschlagen. Dummerweise war noch zu und Dschoh (einer der in der Studentenverbindung hier ist und an dem Abend irgendwie Chef vom Dienst oder sowas im Magnet Club war) sagte uns, dass Einlass erst um 23 Uhr ist. Kein Thema. Die halbe Stunden lässt sich auf der Greifswaldstrasse am Prenzel Berg leicht mit ein wenig Warm-Up-Bier vertreiben.
23:15 Uhr ging’s dann rein um erstmal die Location zu sondieren. Ein Raum mit Tanzfläche (von der Größe her wie Das Ding würde ich sagen), ein weiterer kleinerer Raum mit Bühne für die Liveauftritte und eine große Chil-Out-Area im Außenbereich mit Sofas waren das was wir vorgefunden und für Gut befunden haben. Die Musik die in dem Klub lief war extrem Gut - Hauptsächlich Indie, Brit und Alternative Rock alá Arctic Monkeys, Kaiser Chiefs, Blur, We Are Scientists, The Subways und Billy Talent.
Kurz nach Mitternacht begann, dass Konzert von Spitting Off Tall Buildings. War schon ganz gut, aber hat mich jetzt nicht so von den Socken gehauen. Da diesmal und erstmalig aber gar nicht der Konzertbesuch im Mittelpunkt stand war das aber auch kein Beinbruch. Nach einer Stunde war das Konzi gegessen und der normale Discobetrieb rückte in den Focus der Aufmerksamkeit.
Der Laden war inzwischen gerammelt voll. Das Publikum habe ich wieder mal als außerordentlich angenehm empfunden. Das lag teilweise natürlich wieder am hohen Frauenanteil. Zudem waren keine Tussen und keine … (Naja, das kann ich jetzt nicht schreiben, weil das sonst vermutlich Falsch interpretiert werden könnte) am Start. Von Dschoh haben wir massenhaft Freedrink-Bons bekommen und diese auch alle in Bier und Gedöns umgesetzt.
Die gesamte Leserschaft frägt sich nun natürlich “Interessiert keinen! Was’n getz mit Recognizer?” und da ich keinen Enttäuschen will, folgt nun die Erklärung: Ichso am tanzen, steht vor mir ein nettes Mädel. Da ich auch nur ein Mann bin gucke ich der natürlich erstmal auf die Brüste und sehe deswegen das TempEau-T-Shirt das sie trägt. Hm? Wäre ja eigentlich ein guter Aufhänger um die mal anzuquatschen. Schließlich war ich ja diese Woche auf’m Bela B. Konzert und da war TempEau ja bekanntlich Vorband. Hätte sie ja fragen können ob Sie auch bei Bela war. Nach so etwa fünfzehn Minuten (
) gucke ich ihr dann auch mal ins Gesicht und da fällt mir ja glatt die Kinnlade runter! Die brauche ich ganz bestimmt nicht zu fragen ob die bei Bela war!!! Es handelte sich nämlich um Sarah Kuttner, die ja bekanntlich mit dem guten Bela ein Pärchen bildet.
Natürlich habe ich sie nicht anquatscht (hätte ich freilich auch nicht gemacht, wenn’s nicht Sarah Kuttner gewesen wäre, aber das ist ja ein anderes Thema.
) und hab locker flockig weitergetanzt. Was nun folgt glaubt mir zwar kein Mensch, aber da ich ja diesmal einen Zeugen dabei hatte kann ich es nun guten Gewissens hier hinschreiben. Ich wurde irgendwie angetanzt. Nicht wirklich absichtlich, aber so wie’s halt passiert wenn man auf ‘ner vollen Tanzfläche tanzt. Natürlich guckt man auch mal, wer einen (oder je nach Perspektive: wen ich) da eigentlich die ganze Zeit anrempel(t) - nicht das es sich gar um einen Kerl handelt! 
Ich dreh mich also mal dezent um und gucke und Zack ist die verdammte Kinnlade wieder im Keller! Mit wem rumpel ich rum? Nora Tschirner! Ihres Zeichens MTV-Moderatorin, Schauspielerin und schon ewig eine meiner Traumfrauen! 
Naja, irgendwann ging gar Nix mehr und ich musste einfach mal raus an die frische Luft. Wir also zur Outdoor-Area gelatscht und treffen da plötzlich zwei bekannte Gesichter aus der Verbindung! Gibt’s das? Ich treffe nie jemanden den ich kenne wenn ich irgendwo hingehe - sei’s in Grevenbroich, Köln oder halt Berlin. Bischen geschnackt, wieder rein, weitergetanzt und was man halt so macht gemacht. Später bin ich dann wieder mal raus, weil ich einfach sitzen musste. Mich draußen auf ‘ne Couch gesetzt und gechillt. Da kam ‘ne kleine Gruppe Amis und labert mit mir rum. Aber auch das ist ja inzwischen zur Normalität geworden! Ich rede wenn ich weggehe nie mit irgendwelchen fremden Menschen - außer eben mit Amis (u.ä.). Aus irgendeinem Grund quatschen die mich immer an und da mein Englisch scheinbar mit jedem getrunkenen Bier besser wird, entwickeln sich eigentlich meistens nette Gespräche. Wie ich heute auf der Magnet Club Homepage festgestellt habe, waren das aber nicht “nur” irgendwelche Touristen, sondern die Jungs von der (mir bis eben vollkommen unbekannten) Hardcore oder Metal Band Remembering Never (Foto). Als Botschafter für interkulturelle zwischenmenschliche Beziehungen fühlte man sich dann übrigens berufen denen den Satz “Du bist eine geile Sau!” beizubringen! 
Wieder tanzen blabla und um halb Sechs oder so bin ich peinlicherweise draußen auf ‘ner Couch eingepennt. Naja, Passiert! Um kurz nach Sechs hat mich irgendwer reingeschleppt. Der Laden war noch recht gut gefüllt, aber ich war einfach zu platt. Der Mainzer war noch platter und so hab’ ich mir den geschnappt und um 6:20 Uhr haben wir den Laden verlassen. Draußen wurde es bereits wieder hell und wir sind mit Tram und Bus problemlos nach Hause gekommen. Um kurz vor Sieben waren wir da, ich hab noch kurz gebloggt, bin ins Bett geplumpst und hab’ bis 14 Uhr geschlummert.
Ende der Geschichte. Toller Abend oder? 