So, ich hab genug geschlafen und deswegen kann ich jetzt endlich mit der sicherlich schon mit Spannung erwarteten Langfassung zum gestrigen Konzertevent rausrücken.

J.B.O. reiten eine rosa Gitarre
©
J.B.O.
Ich war gestern auf einem J.B.O. Konzert und beginnen möchte ich diesen Post erstmal mit einer kurzen Einführung um zu erklären wer den J.B.O. überhaupt ist. J.B.O. ist Spaß, J.B.O. ist Metal, J.B.O. sind Nachmacher - weil Nachmacher aber im deutschen irgendwie blöede (!) klingt, nennt man das “covern”. J.B.O. macht auch eigene Lieder, aber das können andere besser.
Genug von der Rosa Armee Fraktion, zurück zu mir! Um ca. 19:45 Uhr war ich in Ehrenfeld am Bahnhof und weil ich die anderen Richtungen ja nun alle schon kannte, bin ich diesmal einfach mal direkt zur LMH gegangen. Dort brauchte ich mich erfreulicherweise nicht hinten anzustellen, weil mittendrin irgendwo zwei ehemalige Ausbildungskollegen bereits auf mich warteten. (Einer davon mit Sandalen! Im Dezember! Auf ‘nem Konzert!
)
Drinnen haben wir versucht uns die Vorband schön zusaufen, hat aber nicht geklappt, weil das Bier zu teuer war oder die Vorband zu schlecht. Aber ich möchte jetzt gar nicht so viel schlechtes über Eisbrecher sagen, da es auch was gutes zu denen zu sagen gibt. Es gab technische Probleme, die mussten das Spielen unterbrechen und der Sänger hat mit dem Publikum das Biene-Maya-Lied gesungen. Das war witzig. 
Aber wie so oft, waren wir ja nicht wegen der Vorband, sondern wegen des “Mainacts” da. Die Verteidiger des wahren Blöedsinns betraten also die Bühne und trugen natürlich Röcke, wie sich das zum Motto des Konzertabends (”Rock Muzik”) schließlich auch gehört. Gespielt wurden ein paar neue Lieder, bei denen sich Vito und Hannes immer artig entschuldigten und versprachen, dass auch noch ein paar von den guten alten Sachen kommen, ein paar Eigenkompositionen (s.o.) und natürlich die Kronjuwelen! Die Coverversionen! Wer hätte schon gedacht, dass ich Lieder von z.B. Backstreet Boys gut finden kann? Und wer hätte gedacht, dass man ohnehin schon geniale Stromgitarrenlieder von z.B. Metallica, Manowar und Nirvana noch ein bisschen geiler und metallischer machen kann? Okay, ich hab’ das natürlich gedacht, weil ich die Songs von J.B.O. ja nun auch schon was länger kenne.

Hannes “G.Laber” Holzmann, Wolfram Kellner, Vito C. und Ralph Bach
©
J.B.O.
Das Publikum war zahlreich, lustig und hat gut mitgemacht (grölen, tanzen, klatschen). Der Kerl der aus dem Publikum auf die Bühne geholt wurde und seinen blanken Po in die Menge zeigen sollte und zeigte war zwar auch lustig, aber eklig. Nicht eklig, dafür nur lustig war Martin - natürlich nicht der Martin, den habe ich erst irgendwann nach dem Konzert getroffen, obwohl er mir ja eigentlich die Karte besorgt hatte, weil wir zusammen dahin gehen wollten
- sondern der Mann der mit lustigen Verkleidungen, lustigen Tanzeinlagen und lustigen Schildern die Bühnenshow dargestellt hat. Sogar die Lichtshow war teilweise lustig. Der Sound nicht, der war nur gut - vor allem waren die Bässe extrem fett und nach dem Schlagzeugsolo fühlte ich mich als hätte Wolfram (der Schlagzeuger) mich vermöbelt. Was sonst noch? Ich hab zwar nicht so viel getanzt und ich hab nicht so viele Texte gekonnt, aber dafür gab’s auch keine blauen Flecken.
Fazit: Das Konzert war so 2 bis 2½ lang und das waren 2 bis 2½ richtig gute Stunden, die gerne wiederholt werden können! Wenn mich jetzt einer fragt “J.B.O.?”, dann kann ich mit gutem Gewissen sagen: “Das sind die Kickers of Ass!”.