Archiv für Januar 2007


Meine Güte ist auf dem Weg von der Arbeit nach Hause viel passiert! Weiß gar nicht wo ich anfangen soll! Am Besten vorne oder? Okay, es begann damit, dass ich auf dem Nachhauseweg noch eben beim Lidl war. Beim wieder rausgehen ist mir der Bus natürlich grade vor der Nase weggefahren. Statt einfach auf den Nächsten zu warten bin ich zu Fuß zur nächsten Bushaltestelle gegangen. Dies verkürzt nicht nur die Wartezeit, sondern bringt sogar mich dazu mich mal wenigstens ein wenig zu bewegen. Auf dem Weg dahin habe ich Hilferufe gehört! Ups! Habe ich das wirklich oder war das nur im Mp3-Player? Ton weg. Stehengeblieben. Rumgehört. Scheiß die Wand an! Da waren wirklich Hilferufe nur wenige Meter von mir entfernt, über ein Stück Wiese im Gebüsch. Einfach weitergehen und Morgen in der Zeitung lesen was passiert ist ist auch nicht unbedingt die prickelnste Sache die ich auf meinem Gewissen haben möchte. Also hin und ein beherztes “Was’n hier los?” gerufen. Stille. Rascheln. Drei kleine Jungs verschwinden in alle Himmelsrichtungen. Verdutzt bleibe ich stehen. Ein kleines Mädchen im gleichen Alter wie die Jungs kommt aus dem Gebüsch, guckt und rennt auch. Hm? Seltsam. Egal, mein Bus kommt.

Kurz vor U Kleistpark fällt mir ein! Hey, hier gibt’s doch ‘ne Konzertkasse. Da der Konzertvorkoster meines Vertrauens es bereits für überaus gut befunden hat, habe ich natürlich nicht lange gezögert und mir dort ein Ticket für The Busters, die nächsten Samstag im SO36 auftreten, organisiert!! Yeah!!

Beim rausgehen habe ich dann erstmal meine Traumfrau flachgelegt. Naja, eigentlich habe ich die nur über den Haufen gerannt, aber das war mehr Sex als ich in letzter Zeit hatte und es war schon irgendwie Körperkontakt, also zählt das auch!

Und wo wir grade beim Thema sind, habe ich dann heute Abend auch endlich mal die Antwort auf eine Frage die mich schon länger quält bekommen. Ich hab mich nämlich gefragt wie das so mit der Hygiene bei den Straßennutten ist. Die Puffnutten haben ja Waschbecken und so zur Verfügung aber bei den Straßenversionen gibt’s so’n Luxus ja nicht. Nicht das mich die Vorstellung mit ‘ner Nutte Sex zu haben jetzt sonderlich antörnt, aber in der Sahne von irgendwem anders rumzurühren stößt mich jedenfalls derbstens ab. Wie gesagt, die Frage hat sich heute geklärt. Die “Dame” ist aus dem Auto gestiegen und schnurstracks rein in die Kneipe rein die Toilette. Ah! So geht das!! Aber die Sau hat beim Aussteigen nichtmal Tschö gesagt! Was ist das denn bitte für ein Benehmen? Wenn ich eine flachgelegt habe, dann habe ich wenigstens den Anstand “Tschö. Ich ruf dich an.” zu lügen. Echt ey. Unfreundlich behandelt werden kann ich auch für umme. Da muss ich nicht extra Geld für zahlen. Hat die denn noch nie was von Kundenservice gehört??

Weil ich das ganze Geld auch behalten will, habe ich jetzt endlich mal alle nicht mir gehörenden im Blog verwendeten Bilder und Fotos gelöscht. Das wollte ich eigentlich schon lange mal machen, aber da sowas ja immer mit Arbeit verbunden ist, hab’ ich’s immer auf die lange Bank geschoben. Alle anderen werden soweit sinnvoll nach und nach durch freie oder eigene Bilder ersetzt. Der Bereich Bilder & Gedöns - und damit der ursprüngliche Grund für dieses Blog - wird damit zwar leider relativ überflüssig und vollkommen unverständlich, aber so ist das halt.

Plakat: Angriff der Abmahnanwälte

Ich dachte ja mit der Steuerrückzahlung aus 2004 wäre ich schon Fett bedient, aber der Jänner 2007 meint’s einfach zu gut zu mir. Hätte nicht gedacht, dass das mal locker aus der Hüfte zu toppen ist. Aber glaubt mir! Ist es!!!einself!!

Da ich jetzt nicht schon wieder Farin Banane “Ich bin reich” singen lassen kann, zeige ich jetzt einfach schnell noch ein Foto von meinem neuen Auto!! Fast! ;)

schwarzer Porsche GT3

Nach dem Motto “Show me yours, I’ll show you mine” hat mir die gute Christine einen schönen Staffelstab überreicht. Dabei muss man eigentlich nicht viel mehr tun als seinen Arbeits- oder in meinem Fall Spielplatz zu zeigen. Mangels einer Kamera gibt’s nur ein schabbiges Händyfoto. Das dafür aber wenigstens mit Beschriftung. Ist doch auch mal was…

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Mich würden nun die Desktöpper der Geschwister Turbomartin und Turbomareike interessieren. Des weiteren macht’s mich neugierig wie’s denn bei Wieze auf dem Tisch aussieht.

Berlin ist so Geil! Ich hatte ja erwähnt, dass ich heute Abend mit dreizehn Mann und eine Frau meines Projektteams bei ‘nem “Geschäftsessen” war. War ich auch und war super. Ich glaube ich habe eine, wenn nicht die beste Pizza meines Lebens gegessen. Wenn also mal einer eine supergeile Pizza in Berlin essen möchte, dann muss er unbedingt zu I Due Forni auf der Schönhauser Allee 12 (bei der U Senefelderplatz) gehen. Leider kann ich nicht sagen welche Pizza genau ich gegessen habe, weil sonst eine gute Freundin von mir nie wieder in ihrem Leben auch nur ein Wort mit mir reden wird. Naja, irgendwas ist immer. Dazu gab’s jedenfalls reichlichst Bier - ich habe mich für Hefeweizen entschieden, weil ich so gar keinen Bock auf Berliner Plörre Pilsener hatte - und Cheffe hat auch noch das meiste bezahlt! Jubeljööh! Naja, ich bin jetzt … angeschickert und hätte wieder mal eine nette Nutte-im-Auto Geschichte zu erzählen, will ich aber jetzt nicht. Achso, warum Berlin geil ist sollte ich noch erzählen. Naja, hauptsächlich weil immer irgendwo was geht und weil man immer und sei es nur mit dem Nachtbus nach Hause kommt. Alkohol bedingt hat dieser Eintrag keine Struktur und so erzähle ich jetzt noch was zu der Pizzaria. Das Ding war gerappelt voll und das ist normal für den Laden. Der ist ziemlich groß und selbst wenn man nur zu zweit dahin will sollte man einen Tisch reservieren. An den Wänden hängen Poster von z.B. Pennywise, NoFX, Anti-Flag, Rage Against the Machine und Sick of it All. Muss ich mehr erzählen? Ich denke nicht, Tim. Musik läuft da leider keine. Das Publikum ist alles von Jung bis Alt. Von kacke bis cool. Von Links bis … naja, Mitte. Aber rechte Arschgeigen will eh keiner. Die Bedienungen sind auch Punk und total nach meinem Geschmack. Mit der U brauche ich nur 10-15 Minuten dahin und daher bin ich bestimmt nicht das letze Mal dagewesen. Achso die Pizza war nicht nur die leckerste, die war auch ordentlich groß und hat in der Ausstattung mit frischen Pilzen, Ruccola und Sag-ich-nicht-weil-Schläge 8 Euro gekostet.

Fazit: Als Berliner und Berlin Besucher un-be-dingt hingehen! Es lohnt sich!

rockbar.gifScheiße ist, wenn man keine Freunde oder wenigstens Bekannte in greifbarer Nähe hat die einen pushen könnten seinen Arsch hoch zubekommen um heute Abend ganz spontan wieder mal in den Magnet zu gehen! Nicht nur weil da heute RockBar ist, das ist da jeden Dienstag, sondern weil da heute angeblich ganz spontan Itchy Poopzkid auftreten. Also angeblich “ganz spontan”, Itchy Poopzkid kommen heute auf jeden Fall. Das ist jetzt zwar nicht so die Superband, aber eine gute eine ist es trotzdem. Zumal der Einritt nur einen Euro kostet und man da Jack Daniels und Berliner Pilsener solange der Vorrat reicht für umme bekommen kann! Dann kommt auch noch dazu, dass ich morgen Abend ein “Geschäftsessen” habe, ich also länger in der Firma bleibe, somit erst später Anfange und als Folge davon länger schlafen könnte. Am Konjunktiv kann man aber bereits raushören, dass das alles keine Rolle spielt, da ich Mangels mindestens zweisamer Schweinehund Überwindung zu Hause bleiben werde. Mist ist das! :tongue2_tb:

P.S. Ja! Mein Gastaccount ist abgelaufen und außerdem habe ich eh Gestern bereits die für Gäste höchste Stufe (Level 20) erreicht! :glurps_tb:

Ja, es ist deutlich ruhiger hier geworden. Ich bin süchtig! Nach nur 7 Tagen! Und zwar nach WoW! Hab’ heute achte beschissene Stunden am Stück gespielt! Jetzt geht’s schlafen…

© Blizzard Entertainment

Wenn der tanzende Untote nicht der Geilste ist, dann weiß ich auch nicht… Allerdings hab ich keine Ahunung was daran Fantasy sein soll? Ich bin mir nämlich sehr sicher, dass ich den Typ beim letzten Rise Against Konzert im SO36 auch gesehen habe! ;)

Wer mindestens zweimal in der Woche lachen möchte, sollte unbedingt auf der Seite von Ralph Ruthe reinschauen. Auch wenn er deutlich bessere Witze als den folgenden hat, ist dieser natürlich in meinem Blog als Teaser am Besten geeignet.

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© Ruthe/Distr. Bulls

Nur ein bisschen blöd, dass der auch Witze über meine Arbeit macht! :rolleyes_tb:

Berlin (sty). Am frühen Nachmittag ist in der Nähe der Bushaltestelle Gradestr./Tempelhofer Weg eine Currywurst geplatzt. Ein Zeuge berichtete: “Zuerst hörte ich ein leises Zischen und dann einen lauten Knall”. Die örtlichen Behörden untersuchen den Vorfall mit Nachdruck und fordern die Bevölkerung auf Ruhe zu bewahren. Die in der Nähe befindlichen Büroräume wurden vorsorglicherweise trotzdem evakuiert. Der hohe wirtschaftliche Schaden ist derzeit noch nicht in vollem Umfang abzusehen.

Wer sich jetzt wundert, was ich hier für einen Mist zusammenschreibe, hat noch Nichts vom (vom Turbomartin gefundenen) Textspeier gelesen. Der schreibt Sachen die viel schlimmer als obiges, und sogar noch krasser als Nine-eleven mal Vierundsiebzig, sind! Und das sind immerhin über Siebenundsechzigtausend!!

Dreitausendfünfundfünfzig Euro? Nein, damit meine ich nicht “Wie viel kosten deine Sünden?” - da komme ich übrigens auf 1.673,27 € - sondern damit meine ich die geilste Steuerrückzahlung aller Zeiten!!

Da fahre ich doch gleich mal das Fetteste auf, was ich in so einem Fall zu bieten habe und lasse Farin Banane doch einfach mal singen und tanzen!!

Ich bin schön. Ich bin reich.
Ich bin reich. Ich bin schön.
Ich bin schön. Ich bin reich.
Ich bin reich. Ich bin schön.

Ich bin reich. Ich bin schön (so wunderschön).
Ich bin reich. Ich bin wunderschön.
Ich bin reich (so furchtbar reich). Ich bin schön (so schrecklich schön).
Ich bin superreich. Ich bin wunder-wunder-wunder-wunderschön.

Ich bin klug, so klug (so furchtbar klug).
Ohoho, bin ich klug.
Ich bin fast so klug, wie ich schön bin.

Guckt eigentlich mal wer hin und wieder in meinen KoKa? Das Ding wird eigentlich laufend aktualisiert und normalerweise mache ich kein Tamtam drum. Heute ist aber ganz toll viel auf einmal passiert! Ich habe an nur einem Tag Karten für Billy Talent + Alexisonfire und My Chemical Romance + Rise Against bekommen. Tzz! Da reg’ ich mich noch auf weil Billy Talent in den Staaten mit Rise Against auf Tour gehen und hier nicht und dann habe ich überraschend doch beide. Ist das Geil? Dann habe ich auch noch gesehen, dass Planlos und Knorkator endlich mal wieder touren. Man man man! Geil-o-mat!

Nachtrag: Kann übrigens sein, dass Rise Against doch nicht dabei sind. Die Quelle ist da nicht unbedingt die zuverlässigste gewesen, aber wenn, dann wär’s schon Geil. :cool1_tb:

Gestern Abend war ja wie schon angekündigt ein “Whisky Tasting” auf’m Haus. Die Frage ob ich da mitmachen will, war natürlich eine rhetorische und so traf man sich um 20:30 Uhr mit 10 Laien und einem Fachmann im Kaminzimmer. Der Fachmann hat uns viel über die verschieden Whiskys, die Herkunft, die Produktion und überhaupt alles zum Thema passende erzählt. Für mich als Schottland-Liebhaber war das alles wirklich spannend und interessant zu hören. Uns wurde erklärt warum Whiskey - sagen wir mal vorsichtig - nicht ganz so toll ist, warum ausgerechnet die Engländer den Namen erfunden haben, das Korn auch Whisky sein könnte, wenn man ihn nur in Eichenfässern lagern würde, und und und.

Dabei ist natürlich der Genuss nicht zu kurz gekommen und so wurde fleißig getrunken. Vom vermeintlich billigen Blended für 15€ die Flasche, über fünfzehn Jahre alten Single Malt - mal mit torfigem Aroma, mal ohne -, bis zu einem ungefilterten, farbstofffreien und ganz toll altem Single barrel Whisky für einen Preis für den ein armer Student wie ich töten würde! Blöde Reihenfolge eigentlich, weil nach dem vierten oder fünften Glas waren eh alle so knülle, dass man uns vermutlich alles hätte vorsetzen können.

In diesem Sinne: Slainte mhath! (gespr. ’slantsche wah’)

Foto mit Bett, Notebook und Poster

P.S.: Gleich ist “Whisky Tasting” hier im Haus. Das ist wie Weinprobe nur mit ohne Wein, dafür mit Whisky! :laugh_tb:

Der letzte Freitag für einen laaangen Zeitraum im guten Grevenbroich neigt sich dann mal wieder dem Ende zu. Damit will ich sagen, dass ich morgen Abend wieder im Berlin sitzen werde. Viel mehr gibt’s dazu jetzt eigentlich nicht zu sagen… Ich wollt nur Bescheid geben, damit sich hinterher Keiner beschwert.

P.S.: Ich hoffe, dass es diesmal nicht wieder so Scheißkalt wird, wie noch Anfang 2006. Globale Erwärmung! Olé Olé!!

Nachtrag am 06.01.07 um 13:18 Uhr: Seltsam irgendwie. Es ist ja nun echt nicht das erste Mal, dass ich für drei Monate nach Berlin fliege und doch ist es jedesmal wieder ein merkwürdiges Gefühl. Keine echte Aufregung oder Nervosität, aber irgendwie… Hm? Keine Ahnung. Es ist halt ein komisches Gefühl.

Meine Koffer sind jedenfalls endlich beide Randvoll gepackt. Natürlich denke ich wieder, dass ich die Hälfte vergessen habe - aber das ist ja normal. Randvoll übrigens deshalb, da ich diesmal nicht vorhabe zur “Halbzeit” für ein Wochenende nach Hause zu kommen und ich außerdem wieder einen kalten Winter erwarte.

Und es begab sich zu einer Zeit als die Mehrwert- und die Versicherungssteuer noch jeweils sechzehn Prozent betrug, das Kindergeld noch bis zum 27sten Lebensjahr gezahlt wurde und Bahn fahren noch mindestens 3,9 Prozent billiger war. Die Rede ist vom zweitausendsechsten Jahre nach der Geburt des Jesus von Nazaret. Einem der schönsten Jahre seit langem. Es war das Jahr der Fußball WM in Deutschland, das Jahr mit dem mediterranen Sommer, es war schlicht ein Jahr der Freude.

Zudem war es auch noch das Jahr in dem unser Held Konzerte für sich entdeckte. Was uns zu folgender Geschichte bringt, welche weiß von Stuessy, jenem wackeren Abenteurer zu berichten, der einen langen und mühevollen Wanderweg auf sich nahm. Einen Wanderweg gesät mit geheimnisvollen und mysteriösen Gefahren, einer magischen Zusammenkunft und einer kaum enden wollenden langen und mühsamen Reise. Bereits im Sommer des besagten Jahres konnte er sich das Billett des Glücks sichern und freute sich fortan auf jenes Ereignis, welches die traditionellen Festivitäten zum Jahresende dieses Mal substituieren sollte.

Und die Reise begann…

Bereits zur fünfzehnten Stunde des Tages verließ unser Waghals die Heimeligkeit seines Kastells, wurde chauffiert zur Stallung des Dampfrosses und brach Richtung Colonia Claudia Ara Agrippinensium auf. Dort erwarteten ihn nicht nur bereits die Mitstreiter Turbomartin und Γÿηñ als auch dessen Maid, sondern auch bereits hunderte wenn nicht gar tausende anderer Partizipienten. Nach nur einer Stunde demütigen Anstehens, gewährten die Wächtertrolle der wartenden Gesellschaft Einlass in die RheinEnergieFeste. Unsere illustre vierköpfige Truppe schaffte es leider nicht in die vorderen Reihen, musste zudem vier Stunden mit überteuertem Bräu und drittklassigen Gauklern (moderierender Martin Schießmichtot als Folterknecht mit Spezialgebiet schlechte Witze, Akkordeon spielender Hilfsarzt als Folterknecht mit Spezialgebiet Ohrenfolter und DJ Unbekannt mit zwar guter, aber belangloser Beschallung) vorlieb nehmen, aber ließ sich trotzdem nicht die Stimmung verderben.

Pünktlich bei Beginn der dritten Stunde zu Mitternacht betrat die Erscheinung in Form von BelaFarinRod die Bühne. Aus ihr lösten sich die drei Barden namens “Die Medizi” welche Stuessy ins neue Jahr begleiten sollten. Dies taten sie mit einem famosen “Schrei nach Liebe” der den Held wie der Ruf der Loreley in den Bann und ihn sofort in das größtmögliche Getümmel zog. Hier sollte und wollte der Protagonist auch den restlichen Abend verweilen. Schelmische Neckereien folgten den berühmten Ansagen des infernalen Trios, schnelle Lieder folgten ruhigeren Liedern und so begab es sich, dass Stuessy bereits vollkommen Nass war noch bevor der Regen einsetzte. Es sei nochmal angemerkt, dass unsere Geschichte im Winter spielt. Das Publikum stand unter freiem Himmel und doch herrschten Temperaturen die ein kurzärmliges Wams durchaus erforderlich machten.

Nicht zu Spät zur Geisterstunde und dem damit verbundenen Jahreswechsel unterbrach nicht nur Petrus sein Werk, sondern auch das musizierende Ensemble seine Darbietung. Aus dem First der Burg “Müngersdorf” stoben Funken und es barst ein regelrechtes Höllenfeuer. Der Himmel stand in Flammen. Er spie förmlich Feuer und es regnete einen brennenden, doch farbenfrohen Meteoritenschauer. Aber durch den hypnotischen Gesang der Skalden war das Publikum unlängst in der Selbstversenkung und somit brach ob des himmlischen Infernos keine Panik aus. Im Gegenteil, denn als der Graf verkündete, dass die Kapelle für die kommenden Erntezeit neue Schöpfungen in Form eines “neuen Albums”, wie er es formulierte, anstünden brach frenetischer Jubel aus.

Das neue Jahr hatte nun also begonnen und die fette Elke kam. Fluchtartig verließen die Musikanten die Bühne und das Abenteuer war beendet… Nicht! Denn nun musste Stuessy es noch irgendwie schaffen zurück gen Heimat zu kommen. Da Plan A (das letzte Dampfross zu des Grafen Bruch um 1:30 Uhr erwischen) von vorherein zum Scheitern verurteilt war, wurde unverzüglich Plan B in Angriff genommen. Nach Castra Novesia fahren und dort von einer beigen Kraftdroschke kutschiert werden. Allerdings ist es in der Silvesternacht auch für einen Schwadroneur wie den Stuessy nahezu unmöglich eine Droschke zu bekommen so gestaltete sich der Aufenthalt dort wesentlich länger als erwartet, aber unerwartet angenehm wie der folgende Absatz aufzeigen wird.

Zwei Dutzend Menschen warteten dort bereits und so setzte sich unserer couragierter Streiter zunächst auf eine Bank, da er die letzten elf Stunden stehend verbracht hatte. Eine elfenhafte Maid setzte sich zu ihm, fing aus heiterem Himmel ein Gespräch an und fühlte sich nach einem Dialog, der mehr als das Vierundzwanzigstel eines Tages fortwährte, berufen unter den auf ein Taxi wartenden Gästen, nach Grevenbroichern zu suchen, um ihn behütet nach Hause kommend zu wissen. Sie hatte Erfolg und so ist Stuessy nicht nur früher, sondern auch noch deutlich billiger als erwartet nach Hause gekommen. Dieses Mädel muss eine gute Fee gewesen sein! Hoffentlich begegnen sich die beiden nochmal, denn zwei Wünsche hat er noch frei. Leider ist dies so wahrscheinlich wie Ebergrind im Schmalzmantel lecker.

Nachtrag am 02.01.2007 um 14:13 Uhr: Wer eine ernsthafte Zusammenfassung zum eigentlichen Konzert lesen will, dem sei der Bericht im Kölner Stadtanzeiger empfohlen und falls der Link nicht mehr geht, habe ich vorsorglich noch ein Backup als PDF angelegt.