Nach nur einer Trainingseinheit hatten meine Kommilitonen und ich ja schon festgestellt wie geil wir sind und konnten somit mit einem Ego wie Napoleon in das diesjährige Turnier starten. (Wie bekomme ich jetzt hier thematisch einen Backlink zum letztjährigen Volleyballturnier hin? Oh. Das war ja einfach.) Das erste Bier des Tages war um 9:30 Uhr bereits getrunken und die Busse nur 30 Minuten später auch mehr oder weniger bereit zur Abfahrt.
Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön. Und viel mehr gibt’s dazu nun auch nicht zu sagen. Viel Bier, viel Laut, ein wenig Arschloch, ein wenig Uno oder um es kurz zu machen: Es war wie Klassenfahrt und es war sehr Lustig.

Ich weiß nicht mehr genau wann wir in Paderborn aufgeschlagen sind, aber dieses Jahr waren wir wenigstens pünktlich. Unser Kurs hat wieder die beiden Mannschaften die Bash0rs und die EDV Schlampen gestellt. Wie erwartet waren die Schlampen, also mein Team, die betrunkene Spaßmannschaft mit wenig Ambitionen zu gewinnen und die Bash0rs die betrunkene Spaßmannschaft mit höheren Ambitionen. So kam’s wie’s kommen musste und die Schlampen haben die Vorrunde nicht überlebt. Dafür haben wir im Regen mit nacktem Oberkörper gespielt, was zumindest die Frauen der gegnerischen Mannschaft schwer beeindruckt und für gute Fotos gesorgt hat. Das Foto vom splitternackten Johnny, der nach dem Turnier wie angekündigt ‘ne Runde über den Platz geflitzt ist, gibt’s natürlich auch!
Vom FHDW Gelände ging’s dann mit dem Bus in die Paderborner Innenstadt zum (zur?) Residenz. Da war nicht nur die Fahrt super, weil wir hierfür nur einen Bus hatten und somit mit über 30 Mann zu viel im Bus saßen, da war auch die letzte Meile, also der Fußweg zum Resi, geil, weil wir als marodierende Horde von etwa 80 betrunkenen Rheinländern den Einwohnern erstmal gezeigt haben wo der Frosch die Locken hat. Schalilalilaliloooo! Paderbooorn! Hu…! (Naja ihr wisst schon.) Die Türsteher der Disco des Clubs hatten jedenfalls den Schweiß auf der Stirn und die Angst in den Augen stehen, als wir denen vor der Tür erstmal ein paar Liedchen vorgetragen haben.
Die Residenz ist eigentlich ein cooler Laden. Sehr stylisch und edel, angenehme Größe, aber leider musikalisch totale Grütze. An sich hab’ ich ja kein großes Problem damit R’n'B, Hip-Hop und Electro zu hören, aber den ganzen Abend mit absolut keiner Abwechslung war’s dann einfach nur Langweilig. Schade, dass ich erst 30 Minuten vor Abfahrt erfahren habe, dass wenige Meter neben dem Resi ein kleiner Club mit Indie und Alternative Rock und sowas ist. Da hätte ich den Abend sicher angenehmer verbringen können. Dafür gab’s im Resi aber super Sofas mit Blick auf die Tanzfläche. Hat man auch nicht alle Tage.
Die Rückfahrt um 1:30 Uhr war dann weit weniger Spektakulär als letztes Jahr. Eigentlich war die Rückfahrt sogar total scheiße. Der Bus war ein anderer als auf der Hinfahrt, was mir an sich wumpe gewesen wäre, wenn es sich nicht um einen bekackten Linienbus gehandelt hätte. Aber das war nicht nur ein Linienbus, das war auch noch eine fahrende Sauna, weil die Hitze in dem Scheißteil kaum auszuhalten war. Unbequem, stockdunkel und heiß! Ja tolle Voraussetzungen. Die Spaßbremsen und Stock-im-Arsch-Haber haben diesmal auch die Überhand gewonnen und somit war nix mit lustiger Rückfahrt sondern langweiligem rumsitzen und gucken wie alle pennen. Pussys!
Naja, jedenfalls waren wir um 4 Uhr wieder in Bergisch Gladbach und ich total froh endlich ins Bett zu können. Das war wieder ein (fast) absolut gelungener Tag und ein extrem lustiger dazu. Mal sehen, wenn sich das zeitlich und organisatorisch irgendwie einrichten lässt, dann hätte ich Nix dagegen im nächsten Jahr als Alumni Alumnus Ehemaliger wieder an dem Turnier teilzunehmen. Alleine schon um Olafs Knoblauchsoße nochmal genießen zu können. Ne Martin? 