Wat ‘ne Woche! Gleich am zweiten Tag des noch jungen Jahres mit dem ICE erster Klasse nach Hamburg gebraust um dort drei Tage der Völlerei zu fröhnen einem Seminar beizuwohnen, nur um am anschließenden Wochenende dem freundlichen Blogger aus der Nachbarschaft zu zeigen wie man Großstadtluft schnuppert.
Man muss dazu sagen, dass sowohl Herr Turbomartin als natürlich auch Herr Stuessy ziemlich jungfräulich im Wissen um gute Ausgehlokalitäten in Hamburg sind. Und was macht man als Jungfrau in Hamburg? Rrrischtisch, man geht auf die Reeperbahn.
Das Unternehmen “Reeperbahn” wäre allerdings fast schon beim Start gescheitert. Das lag nicht an der ausgezeichneten aber ohne Pizzaschachtel gelieferten Pizza, sondern an den inversen Bankräubern der Hamburger Sparkasse. Diese haben uns nämlich beinahe um unser gesamtes Gespartes geprellt, indem sie jedem von uns den zehnfachen Zehnt von √5929 Euro geklaut haben! Schweine!
Endlich im Kiez angekommen wussten wir nicht so Recht was wir dort eigentlich suchten und sind daher recht schnell weiter Richtung Altona entschwunden. Dort gab’s ‘ne Kölsch Kneipe und wir waren für’s erste glücklich. Mit Hilfe eines archaischen internetähnlichen Informationssystems* (AII) konnten wir von dort aber eine angemessene Lokalität auf’m Kiez ausmachen und sind wieder zurück zur Reeperbahn. Schließlich mussten wir ja auch unser 3-Tages-Ticket für die Öffentlichen irgendwie ausnutzen. Der Laden war zwar um 23:30 Uhr noch total leer, aber es gab ein bequemes Zwei-Mann-Sofa, gute Musik und Beck’s. Mehr braucht man doch nicht zum Glücklichsein.
Der Samstag begann dann sehr ruhig… Seeehr ruhig. Und zwar mit stundenlangem Gegen-die-SNES-CPU-beim-NBA-Jam-verkacken. Irgendwann konnten wir vor Daumenschmerzen nicht mehr weiterdaddeln und so gab’s dann gefrustet erstmal was zu Futtern. Und zwar liebevoll selbstzubreiteten Nudelauflauf. So gestärkt wendeten wir uns den nächsten Challenges zu. Nämlich Knight Rider auf DVD gucken, IKEA-Möbel aufbauen und Abendplanung. Bei letzterem halfen uns Teile des AIIs des Vortags in Kombination mit einem Plugin** welches Turbomartin glücklicherweise zu Hause hatte.
Um hier mal endlich zu einem Ende zu kommen. Es ging zu einer weiteren angemessenen Lokalität auf’m Kiez und da blieben wir auch bis in die frühen Morgenstunden. Hier war’s zwar zunächst auch noch sehr leer, aber zumindest später war mehr los. Die Frauenquote war sogar so hoch, dass die Weibchen schon unaufgefordert zu uns gekommen sind. Die Musik dort war super, das Bier trinkbar, die DVD ohne Ton und nach der x-ten Wiederholung langweilig, aber das Publikum ob seiner Skurrilität sehr amüsant.
Weil’s keinen Red Chick0rn auf der Reeperbahn gibt, gab’s beim Turbomartin noch Spongebob-Sandwiches. Um 5:00 Uhr ging’s ins Bett und um 8:00 Uhr wieder raus. Die erstklassige Rückfahrt im IC, war im Gegensatz zum ICE (s.o.), eher zweitklassig, aber die Begrüßung in Köln war dafür auf keiner Skala mehr meßbar. 5 Sterne deluxe sozusagen und damit schließt sich der Kreis zum Tor der Welt.
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* Flyer, Stadtmagazine und Haltestellen-Stadtpläne
** ADAC Reiseführer Hamburg